Tag 5 - Das Herz hat immer noch Recht - Warum wir Glück nur in uns selbst finden

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Gestern bin ich gar nicht zum Schreiben gekommen, eine gute Freundin war mir ihrer süßen Familie in Hamburg und wir haben uns schon seit über 4 Jahren nicht mehr gesehen. Kennt ihr das - es gibt da diese Menschen, mit denen muss man gar nicht jeden Tag schreiben, man muss sich nicht einmal die Woche hören. Man hört sich oft monatelang nicht und es ist alles gut. Da ist trotzdem diese Verbindung und wenn man sich dann hört und sieht, ist es so, als wäre es gestern erst gewesen. Schon ne komische Erfindung, die Zeit ;-)

Da ist nun also diese wunderbare, schöne Frau, Anfang 40 mit zwei süßen, gesunden Kindern. Verheiratet, eigenes Haus, eigene Ferienwohnung, Katze, guter Job, keine finanziellen Nöte. Sie hat alles erreicht, was man doch zum Glücklichsein braucht, oder? Ist es nicht das, wonach so viele streben? Ist es nicht das, was so viele denken, was uns glücklich machen soll, wenn wir das erreicht haben? Aber gestern habe ich wieder einmal erlebt, dass die Rechnung

 

Verheiratet sein + Kinder + Eigenheim + genug Geld = Glück

nicht immer aufgeht. Leider. In Wahrheit sieht es oft so aus:

Verheiratet sein + Kinder + Eigenheim + genug Geld =  Traurigkeit darüber, nicht glücklich zu sein

 

In den Augen meiner Freundin sah ich diese Traurigkeit. Ihre Augen sagten mir, dass sie nicht glücklich ist. Dass sie ihr Leben hinten anstellt für die Familie. Dass sie stark sein muss. Dass sie sich von ihrem Mann nicht verstanden fühlt. Dass sie abnehmen muss, um mehr Liebe von ihrem Mann zu bekommen. Dass sie oft alleine ist, wenn er wieder auf Geschäftsreise ist. Dass alles an ihr liegt, weil er mehr verdient und mehr arbeitet. Dass sie sich Vorwürfe macht, trotz dem erreichten Status nicht glücklich zu sein. Dass ihr diese Verbundenheit fehlt, mit ihrem Mann und dem Universum. Dass sie sich so nicht lieben kann, wie sie ist, weil einfach zuviel um sie herum passiert. Dass sie Angst hat, etwas zu ändern aus Rücksicht auf die anderen. Sie wird von ihrem Leben gelebt und nicht umgekehrt. 

Sie musste gar nicht viel sagen. Nicht umsonst heisst es ja, die Augen sind das Tor zur Seele. Und sie hat es gestern ein wenig für mich geöffnet. Vielleicht erkennt ihr euch in ihr wieder. Ich habe mich wiedererkannt. Denn mir ging es jahrelang auch so. Ich suchte im Außen, in meinem Partner nach Erfüllung, nach Glück. Gefunden habe ich es nicht. Auch ich hatte jahrelang die Vorstellung im Kopf, wenn ich mal verheiratet bin, dann bin ich glücklich. Und dann: Von wegen. Kein Glück. Die Beziehung wurde immer mieser, weil keiner von uns glücklich war und jeder sein Glück im andern suchte. 

 

Wenn zwei leere Menschen aufeinander treffen, wo sollen sie denn dann Fülle finden?

 

Das sind einfach unsere Erwartungen, die wir an den anderen stellen. Weil wir nicht wissen, dass wir eigentlich gar keinen andern Menschen brauchen, um glücklich zu sein. Wir können uns jetzt und sofort einfach dazu entschließen. Wir können von jetzt auf gleich unser Leben ändern. Dass es einfach ist, habe ich nicht gesagt. Wir können. Und es wird oft hart. Verdammt hart. Aber wenn es das ist, wonach deine Seele ruft, dann wird sie dich liebevoll durch die anfänglich schwere Zeit lotsen - und du wirst dich sogar entspannter fühlen, als du jetzt denkst. Mir ging es so.


Noch immer fühlt es sich so verdammt gut an, auf mein Herz zu hören. Schön langsam gewöhne ich mich an den Gedanken, dass ich nicht weiss, wohin es führt. Und wisst ihr was: Das fühlt sich immer besser an. Ich merke, wie ich mich immer weniger einschränke, wie diese bescheuerten Gedanken "ich kann nicht" oder "das wird zuviel" aus meinem Kopf verschwinden.

 

Je mehr ich in mich lausche, umso mehr kommen Ideen auf, die ich nicht für möglich gehalten hätte.

 

Je mehr ich mich in Verbundenheit mit allen anderen sehe und mich nicht mehr vergleiche, nicht resigniere, nur weil ein anderer schon erfolgreicher ist als ich, desto mehr sehe ich den Weg und fühle mich gut. Schön langsam kann ich wirklich gross denken und das "think big" ist nicht mehr nur eine Redensart für mich. Erst jetzt, wo ich mich dazu entschieden habe, 100% auf mein Herz zu hören, scheinen mir zum ersten Mal einst "utopische" Ziele doch nicht so unerreichbar. Wahnsinn. The Sky is the limit.

 

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Und übrigens: An dieser Stelle wollte ich kurz einschieben, dass ich gerade bei den letzten Kapiteln von Kyle Ceases Buch "I hope I screw this up - How falling in love with your fears can change the world" bin. Er gibt einem da einige Übungen auf, und diese mache ich in Ruhe. Meinen Anspruch "Ich muss aber doch jetzt das Buch fertig lesen" habe ich aus meinem Kopf verbannt. Denn ich habe gemerkt, nur wenn ich in Ruhe auch den praktischen Teil mache, komme ich wirklich tief oder "deep down" wie er immer sagt und sehe Ziele als nicht mehr utopisch an. Nur so glaube ich das auch wirklich. Für eine Übung hatte ich auch mal einen Tag gebraucht, hab zwischendurch ne Pause gemacht und später wieder weiter gemacht. Jfyi

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Als gestern dann die Frage kam, was ich so mache (beruflich natürlich😁 ) habe ich auch gleich ehrlich gesagt, dass ich neben meinem Brotjob nur noch auf mein Herz höre. Dass ich ein Buch schreibe und das Leben von Frauen verbessern will, ihnen anhand meiner Story ein Vorbild zu sein, ihnen zu zeigen, wenn ich mein Leben komplett ändern kann, meine Ehe beenden und das Land verlassen kann, kannst du es erst recht. Ich möchte sie motivieren & coachen damit sie zu sich selber zurückfinden. Denn es liegt alles in einem. Und jeder braucht mal einen Schubs von aussen, um zu springen, um den Ängsten in den Arsch treten zu können und um sein altes ich hinter sich zu lassen.

 

Erkenntnis des Tages:

 

Das Herz hat immer noch Recht. Glück findest du nur in dir.

 

Alles Liebe

Deine Caro

 

 

PS:

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