001 Warum Selbstliebe die Basis für ein glückliches Leben ist

 Selbstliebe - die Basis für ein glückliches Leben 

Selbstliebe - die Basis für ein glückliches Leben 

Mich mag eh keiner, wies sollte man mich denn mögen? Was kann ich denn schon besonderes? Ich bin doch nur ich. Und überhaupt bin ich viel zu dick. Zum Glück ist jetzt Winter, aber im Sommer? Dann muss ich mich ja zeigen. Was wohl die andern denken? Hm. Ich mache dann einfach eine Diät. 6 Wochen durchziehen und dann fühle ich mich wohler am Strand. Dann ziehe ich die Blicke auf mich. Dann treffe ich vielleicht auch endlich meinen Traummann. Aber wenn der dann meine Cellulite sieht? Oh je. Und beim Sex, oh Hilfe. Nein, das geht gar nicht. Aber wenn ich eh abnehme, dann wird das mit der Cellulite vielleicht auch besser. Und sollte ich dann meinen Traummann treffen, lasse ich beim Sex halt das Licht aus. Aber Sex ist ja eh überbewertet. Mir reicht schon eine einigermaßen gute Beziehung.

Voller Fokus Problemzonen. Das hat nichts mit Selbstliebe zu tun

 

Wenn dir dieser Gedankenshitstorm bekannt vorkommt, wird es Zeit, dass du dir diesen Artikel durchliest. Denn du erfährst unter anderem

  • warum wir uns früher selbst liebten und heute nicht mehr

  • was Selbstliebe überhaupt bedeutet

  • einige wertvolle Tipps, wie du heute noch anfangen kannst, dich selbst mehr zu lieben

 

Bestimmt ist dir ja auch schon ein oder andere negative Gedanke durch den Kopf gehuscht. Also bei mir war das auf jeden Fall ganz lange der Fall. Ich habe so richtig schlecht über mich gedacht. Ich hatte ein echt negatives Selbstbild, kein Selbstwertgefühl und hab mich ständig selber fertig gemacht. Und im Spiegel angucken ging gar nicht. Mein Fokus lag immer auf meinen von mir definierten „Problemzonen“. Das würdest du jetzt vielleicht nicht denken, wenn du hier meine Fotos siehst, aber es war so. Mein Kopf war voller negativer Gedanken und Glaubenssätzen. Bis ich irgendwann die Selbstliebe entdeckt habe.

 

 

Wieso lieben wir uns so wenig selbst?

negative Glaubenssätze Kindheit Eltern Prägung ich bin nicht liebenswert.jpg

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Weil wir es nicht gelernt haben. Wie wir in einer Gesellschaft aufgewachsen sind, in der es bisher verpönt war, sich selber zu wichtig zu nehmen. Immer schön zuerst an die anderen denken, dann an einen selber. Weil man uns eingeredet hat, dass es wichtiger ist, was die anderen denken. Weil es für uns schon normal geworden ist, unsere Meinung von anderen bestätigen zu lassen. Weil wir Angst vor der Reaktion der anderen auf uns haben, wenn wir uns äußern. Wir haben gelernt, dass es besser ist, wenn wir uns anpassen. Dass wir in Sicherheit sind, wenn wir unser Selbst zum Wohle einer positiven Reaktion von Anderen verleugnen.

Denk doch mal zurück an deine Kindheit, da gings ja schon los. Kinder fühlen sich schön, stehen zu sich, sagen was sie wollen und was nicht. Klipp und klar und immer sehr ehrlich - zumindest bis sie ca. 6  Jahre alt sind. Aber von unseren Eltern haben wir dann gelernt, wie man sich in der Gesellschaft zu verhalten hat. Wir sollten still sein am Tisch und uns benehmen, bloß keinen Dreck machen und nicht zu laut durch die Wohnung poltern. Immer schön gute Noten nach Hause bringen und bei langweiligen Familienfesten artig am Tisch sitzen. Bloß nicht zu sehr kleckern und immer brav alles aufessen. Dann gab es Lob und Anerkennung.

Also haben wir gelernt: Ich bin nicht ok, so wie ich bin. Ich muss mich anpassen. Wenn ich mich anpasse, bin ich liebenswert.

Wir haben geschlussfolgert, dass wir nicht auf unser eigenes Urteil vertrauen können, dass unser Verhalten immer von der Reaktion der anderen abhängig ist. So ist dann unser größter, negativer Glaubenssatz entstanden, der sich tief in uns eingebrannt hat.

Ich bin nicht liebenswert - der stärkste negative Glaubenssatz kommt aus unserer Kindheit

Sobald wir uns angepasst haben, gab es positive Reaktionen. Also war es für uns klar, dass unser Verhalten richtig ist. Dass wir geliebt werden, sobald wir es anderen Recht machen. Bis in unser Erwachsenenleben zieht sich dieser Glaubenssatz durch: „Ich bin nicht liebenswert. Ich bin nicht gut genug.“ Er ist unterbewusst so fest verankert, dass er uns bis heute in allen Lebensbereichen behindert. Der uns feststecken lässt, weil wir die Meinung anderer für „wahrer“ nehmen als unsere. Weil wir die Macht über unser Leben abgegeben haben.

 

Früher wussten wir, wie wir uns selbst lieben können

Das war aber nicht immer so. Und jetzt komme ich mit der Bibel. Ja ok, ich will nicht religiös werden, überhaupt nicht. Aber die Bibel ist nun mal, was sie ist. Ein Buch mit Weisheiten drin. „Du sollst Deinen Nächsten lieben“ – „wie dich selbst“  (Markus 12, 29-31) heißt es dort. Nur komischerweise wird heute dieser zweite Teil einfach weggelassen. Damals ist man davon ausgegangen, dass man sich zuerst selbst lieben soll. Denn das kleine Wörtchen WIE besagt, dass die Menschen es damals gewusst haben müssen, wie es ist, sich selbst zu lieben. Wenn wir heute etwas veranschaulichen möchten, dann nehmen wir das Wort „wie“ . Also das schmeckt „wie Schokolade“ oder das ist „wie, wenn du dich selber magst“. Ist das nicht toll, dass dieses Wissen bereits in uns vorhanden ist?

 


Wir haben es einfach nur vergessen, wie es ist, uns selber zu lieben. Und in jedem von uns und auch in dir schlummert dieser Teil, der anerkannt und geliebt werden möchte. Und zwar von niemandem geringeren als von dir. Denn du bist für dich der wichtigste Mensch in deinem Leben.


 

So - Was ist Selbstliebe denn nun eigentlich?

 Selbstliebe bedeutet, dich in deiner Einzigartigkeit anzunehmen

Selbstliebe bedeutet, dich in deiner Einzigartigkeit anzunehmen

Dich selbst zu lieben bedeutet, dass du anerkennst, was für ein wundervolles Wesen du bist. Dass du lernst, dich so anzunehmen, wie du bist. Mit all deinen Eigenschaften, deinem Aussehen, deiner Gefühle, deinen Schwächen, deinen Stärken – schlichtweg deiner Einzigartigkeit. Mehr ist es nicht. Theoretisch einfach, aber praktisch doch die Herausforderung unseres Lebens.

Selbstliebe bedeutet also viel mehr, als nur deinen Körper so anzunehmen, wie er ist. Es umfasst alles, was dich als menschliches Wesen ausmacht.

Dass du

  • dir, deinen Fähigkeiten und deinem Urteil zu vertraust
  • deinem Herzen zu folgst und auf dein Bauchgefühl hörst
  • zu deiner Meinung stehst und keine Ausreden erfindest, nur um den anderen nicht zu verletzen
  • nicht ständig schlecht über dich denkst weil du weißt, dass du nicht deine Gedanken bist
  • dich nicht verurteilst, wenn du einen Fehler machst oder es mal nicht so läuft
  • dich nicht mit anderen vergleichst
  • nicht darüber nachdenkst, was andere über dich denken
  • weißt, was dir gut tut und was nicht, du deine Grenzen kennst
  • auch mal Nein sagst, wenn du auf etwas keine Lust hast
  • dich nicht mehr selber fertig machst sondern den Fokus auf deine positiven Seiten lenkst
  • du dir bewusst Zeit für dich nimmst, deine Hobbies, deine Interessen oder auch zum meditieren
  • es nicht allen Recht machen musst
  • deine alten Glaubenssätze loslässt und sie durch neue & wahre ersetzt
  • dass du JA zu dir sagst, ohne es von der Bestätigung anderer abhängig zu machen

 

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, wie wunderbar einfach und leicht das Leben wird, wenn du erst mal JA zu dir sagst. Wir schön es sich anfühlt, wenn endlich dieser Gedankenshitstorm aus deinem Kopf verschwindet. Wie stressfrei es wird, wenn du dir nicht mehr den Kopf darüber zerbrichst, was andere von dir denken. Das ist so unendlich befreiend.

Was spricht also dagegen, dass du dich jetzt so annimmst, wie du bist, nur weil du vielleicht noch ein paar Dinge an dir verbessern oder ändern möchtest?

Nichts. 

 


Meine Buchempfehlungen zu diesem Thema

Der wunde Punkt. Die Kunst, nicht unglücklich zu sein von Wayne Dyer

Mögest du glücklich sein von Laura Seiler

 

Schön, dass du bist, wie du bist.

Unterschrift Deine Caro-02.png
 

 

PS

let me know --> Wie sieht es aus mit deiner Selbstliebe? An welchem Punkt stehst du? Hast du schon eine Strategie, um gut bei dir zu sein oder gibt es da ein paar Punkte, die es dir schwer machen, dich so anzunehmen, wie du bist? Ich finde, dieses Thema ist wahnsinnig wichtig und ich möchte wissen, wie es dir mit diesem Thema geht. Schreibe mir deine Frage oder Message in die Kommentare :-) Und denk dran, dass jeder Kommentar die Chance beinhaltete, auch als Blogartikel von mir aufgegriffen zu werden

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